Kindergarten

in Stallwang

Die pädagogische Arbeit

Unsere pädagogische Arbeit unterliegt dem Bayerischen Bildung- und Erziehungsplan. Darin sind verbindliche Bildungs- und Erziehungsziele festgelegt. Um diesem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht zu werden, ist die Anwesenheit der Kinder in der Kernzeit von großer Bedeutung. In unserem teiloffenen Konzept orientieren wir uns an den Kindern mit ihren Bedürfnissen, Stärken und Schwächen. Jedes Kind besucht seine Gruppe mit den dazugehörigen Erzieherinnen. Die Stammgruppe  bietet den Kindern Sicherheit und Geborgenheit und gibt ihnen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Eine Voraussetzung, damit die Kinder sich wohl fühlen und nur dort wo sie sich wohl fühlen sind sie offen für Bildung.
Besonders für die neuen Kinder bietet die Stammgruppe Orientierung und Hilfe für das Einleben. Aus der Sicherheit und Geborgenheit der Stammgruppe heraus werden die Kinder nach und nach bereit, andere Räume des Hauses zu erforschen und soziale Kontakte zu knüpfen. Nicht nur die Kinder finden in den Stammgruppen feste Bezugspersonen, sondern auch die Eltern haben im Personal der Gruppe kompetente Ansprechpartner. Wir hoffen, dass die Eltern die Gelegenheit, mit uns ins Gespräch zu kommen, oft und gerne nutzen, denn ein reger Austausch dient dem Wohlergehen des Kindes.

Gruppenübergreifende Erfahrungen

Es ist uns wichtig, dass die einzelnen Gruppen nicht isoliert bestehen. Dem wirken wir entgegen, indem wir während der Freispielzeit die Türen öffnen, sodass die Kinder sowohl in den Gruppenräumen spielen können, als auch die Spielbereiche im Flur, Kreativraum oder in der Turnhalle nutzen können. Die Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, an gruppenübergreifenden Aktivitäten teilzunehmen. 

Konzeption

Unsere Bildungsbausteine

Musik

Kinder handeln von Geburt an musikalisch. Mit Neugier und Faszination begegnen sie der Welt der Musik. Sie haben Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in ihrer Umgebung zu lauschen, diese selbst zu produzieren und Klangeigenschaften von Materialien aktiv zu erforschen. Der aktive Umgang mit Musik fordert und fördert die gesamte Persönlichkeit des Kindes.
Beispiele zur musikalischen Erziehung in unserer Einrichtung:
Gemeinsames Singen – rhythmische Verse – einfache Tänze – Spiellieder – Bewegungslieder – Klanggeschichten – Musik hören – Kennenlernen und erproben verschiedener Instrumente

Kunst und Kultur

Im künstlerischen Bereich erfahren die Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen. Zur Stärkung der kognitiven Kompetenzen, wie der differenzierten Wahrnehmung, Fantasie, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit, ist dieser Bildungsbereich besonders geeignet. Beispiele zur kulturellen und kreativen Erziehung in unserer Einrichtung:
freies und angeleitetes Basteln – Malen mit verschiedenen Farben – verschiedene Techniken und Materialien ausprobieren – verschiedene Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten kennenlernen

Werte und Religion

Das Kind erhält die Möglichkeit in der Begegnung mit lebensnahen Wertesystemen und religiösen  Überlieferungen eigenen Standpunkte zu finden, sowie Wertschätzung und Offenheit gegenüber anderen zu entwickeln. Eigene religiöse Erfahrungen und das Miterleben von Gemeinschaft, Festen, Ritualen, sowie die Begegnung mit Zeichen und Symbolen können helfen, Eigenes und Fremdes zu erschließen. Beispiele zur werteorientierten und religiösen Erziehung in unserer Einrichtung:
Einüben von Gesprächsregeln – Naturbegegnung – bewusster Umgang mit Essen und der Natur – tägliches Beten – Besuch in der Kirche – Erzählen biblischer Geschichten – religiöse Bilderbücher – Singen religiöser Lieder – Feiern religiöser Feste im Jahreskreis – Bräuche und Traditionen kennenlernen

Soziale Beziehungen

Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzung, dass ein Kind lernt, sich in die soziale Gemeinschaft zu integrieren. Sie sind mit sprachlichen und kognitiven Kompetenzen stark verknüpft.
Beispiele zur sozialen Erziehung in unserer Einrichtung:
sichere Bindung aufbauen – Vorbild sein – Gespräche über Gefühle und Konflikte – Gefühlszustände mit Worten benennen und beschreiben – Grenzen und Regeln gemeinsam erarbeiten und auf deren Einhaltung achten – Unterstützung bei der Kontaktaufnahme – gemeinsame Tisch- und Kreisspiel – Toleranz üben

Sprache

Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und eine wesentliche Voraussetzung für schulischen sowie beruflichen Erfolg und für volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben.
Beispiele zur sprachlichen Erziehung in unserer Einrichtung:
Einzel- und Gruppengespräche – Geschichten – Reime und Verse – Fingerspiele – Bilderbücher – Rollenspiele – Sprachspiele

Mathematik

Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall finden. Vieles was Kinder im
Alltag entdecken sind mathematische Grunderfahrungen. Diese werden möglicherweise nicht als solche bewusst wahrgenommen.
Beispiele zur mathematischen Erziehung in unserer Einrichtung:
Vergleichen und sortieren von Formen – Mengen – Zahlen – Zuordnungsspiele – Tischspiele zu Zahlen und Mengen – Zählen und Mengen vergleichen, wann immer es sich anbietet – Würfelspiele – Abzählverse – geometrische Formen ertasten, benennen, zeichnen und ausmalen

Naturwissenschaft und Technik

Naturwissenschaft und Technik prägen unser tägliches Leben, Kinder zeigen großes Interesse an diesen Bereichen. Sie haben Spaß  und Freude am Beobachten, Experimentieren und Forschen
Bespiele zur naturwissenschaftlichen und technischen Erziehung in unserer Einrichtung:
Sinnesübungen (Tasten, Riechen, Hören, Schmecken) – Jahreszeitliche Zusammenhänge kennenlernen – Spaziergänge – Spielen mit Naturmaterial – Spiele mit Wasser und Sand – Experimentieren mit unterschiedlichen Material

Umwelt

Wir wollen die Kinder auf die Schönheit der Natur aufmerksam machen und ihnen beim Erkunden
der Umwelt helfen. Im Alltagsgeschehen üben wir umweltbezogenes Denken und Handeln
Beispiele zur Umwelterziehung in unserer Einrichtung:
Spaziergänge – Spielen im Garten – Beobachtung der Natur im Jahreskreis – Wetterbeobachtung – Mülltrennung – Naturtage

Bewegung

Kinder brauchen keine Anleitung, um sich zu bewegen. Allein der kindliche Forscher- und Entdeckungsdrang führt dazu, dass kleine Kinder immer in Bewegung sind. Darüber hinaus ist die Bewegung für die Entwicklung von Wahrnehmungsleistungen, kognitive und soziale Verhaltensweisen bedeutsam. Die Verbesserung der motorischen Leistungen des Kindes steigert seine Unabhängigkeit, sein Selbstvertrauen und sein Selbstbild. Beispiele zur Bewegungserziehung in unserer Einrichtung: freies und angeleitetes Turnen mit vielfältigen Material – Bereitstellen von Fahrzeugen im Innen- und Außenbereich – Spaziergänge – Spielen im Garten – Naturtage – Kreisspiele – Bewegungsspiele – Tänze

Schulanfängertreffen

Alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein Kind in den ersten sechs Jahren erwirbt, hilft ihm den Schulalltag zu bewältigen. Somit kann alles, was vor der Schule liegt, als „Vorschule“ bezeichnet werden. Vorschulerziehung betrachten wir als ganzheitliche Erziehung. Im letzten Jahr vor der Einschulung erleben sich die Kinder als Gemeinschaft, die ihrem Alter entsprechende Angebote erhalten und sie auf den Übertritt in die Schule vorbereiten. Wir nennen diese gezielten Angebote „Schulanfängertreffen“. Sie finden ab Januar in einem Raum in der Schule statt.
Diese enge Kooperation mit der Schule ermöglicht den Kindern einen sanften Übertritt vom Kindergarten in die Schule. Sie lernen das Schulgebäude und das Umfeld kennen. Sie erleben, wie die Pause abläuft und haben erste Kontakte zu den Lehrkräften. Diese „Schulanfängertreffen“ sind kein vorgezogener Schulunterricht. Wir wollen die Kinder auf die Schule vorbereiten und soll es ein spielerisches „Entdecken des Lernens“ sein. Wir haben uns deshalb für das Prinzip der Lernwerkstatt entschieden.

Lernwerkstatt

Wir setzen auf den Forscher- und Entdeckungsgeist der Kinder. Für jeden Lernbereich stehen in der Lernwerkstatt verschiedene Angebote bereit. Wir geben nicht vor, mit welchem Material die Kinder arbeiten sollen.

 

Aber es gibt Regeln, an die man sich halten muss:
• Das, was ich mir hole, bringe ich zu Ende
• Wenn ich nicht weiter weiß, kann ich mir Hilfe holen. Entweder bei einem anderen Kind oder der Erzieherin
• Wenn ich fertig bin, bringe ich das Material in den ursprünglichen Zustand und stelle es auf seinen Platz zurück

Die Kinder beginnen mit dem, was sie bereits können und haben damit Erfolgserlebnisse. Dadurch motiviert beginnen sie auch andere noch unbekannte Bereiche zu erforschen.

Ziele der Lernwerkstatt sind das Lernen zu entdecken und Lernen wie man lernt:
• durch Versuch und Irrtum, d. h. Fehler sind erlaubt
• durch Wiederholung: Ein Kind wiederholt in der Regel ein Material sooft, bis es ganz sicher damit umgehen kann
• eigene Lösungswege finden und umsetzen

 

In der Lernwerkstatt werden alle Kompetenzen gleichermaßen gefördert, aber den Zeitpunkt darüber bestimmen die Kinder.

So sieht ein Tag
bei uns aus

Kinder brauchen einen verlässlichen Rahmen und Rituale. Das gibt ihnen Sicherheit. Deshalb hat unser Tagesablauf auch eine immer wiederkehrende Struktur.

7.00 – 7.30 Uhr

Die ersten Kinder kommen bei Frühdienst an

bis 8.00 Uhr

Die Kernzeit beginnt.
Alle Kinder sollen nun anwesend sein. Die Kinder begrüßen ihre Erzieherinnen und spielen in ihren Gruppenräumen

ca. 8.45 Uhr

Jedes Kind räumt auf, was es gerade spielt.
Wir treffen uns zum Morgenkreis in den jeweiligen Gruppen.

anschließend

Brotzeit und Freispielzeit.
Die Kinder können nun alle Räume des Hauses nutzen. Angebote in Kleingruppen finden statt

ca. 11.15 Uhr

Wir räumen gemeinsam auf und treffen uns zum Mittagskreis. Je nach Witterung kann der Mittagskreis länger oder kürzer ausfallen. Bei schönem Wetter gehen wir früher in den Garten.

12.00 Uhr

Für die Kinder, die zum Essen angemeldet sind, gibt es nun Mittagessen.

12.00 – 12.30 Uhr

Ein Großteil der Kinder wird abgeholt.

Nachmittag

Die Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder.

Guten-Morgen-Kreis

Jeden Donnerstag treffen sich alle Kinder und alle Erzieherinnen zum großen Guten-Morgen-Kreis in der Turnhalle. Wir begrüßen den Tag mit einem Lied. Singen die Lieder oder machen Fingerspiele, die wir im Laufe der Woche gelernt haben oder die wir gerne wiederholen wollen.
Anschließend können sich die Kinder aus verschiedenen Angeboten etwas aussuchen, woran sie gerne teilnehmen möchten, z. B. Yoga, eine Klanggeschichte, ein Märchen, Basteln, …

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